Wie Unternehmen durch Finanzautomatisierung zukunfts- und wettbewerbsfähig bleiben

Published on Februar 27, 2026
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Die Frage “Warum soll ich meinen Finanzbetrieb automatisieren?“ beantwortet sich in Zeiten von KI beinahe von selbst.

Die manuelle Buchführung gilt allgemeinhin als ineffizient und zeitaufwendig. Und wenn in der Kreditoren– und Debitorenbuchhaltung noch immer Tabellenkalkulationen für wichtige Finanzaufgaben verwendet werden, dann nehmen Vorgänge gut und gerne Stunden oder Tage statt nur weniger Minuten in Anspruch. Darüber hinaus ist jeder Schritt des manuellen Prozesses anfällig für menschliche Fehler, was zu zusätzlichen Kosten, Verzögerungen und Frustration führt.

Im Accounting ist es außerdem schwieriger denn je, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden (und zu halten), während rechtliche Regulierungen strenger werden, wirtschaftliche Unsicherheiten an der Tagesordnung sind und hohe Zinssätze wieder zur Norm werden. Daher gewinnt die Transparenz in Finanzprozessen an Bedeutung für Unternehmen, um das Working Capital zu optimieren, die Forderungslaufzeiten (DSO) zu verkürzen und die finanzielle Steuerung zu verbessern.

Und genau dort setzen die Finanzautomatisierung und dazugehörige Softwarelösungen an.

 

Was ist die Finanzautomatisierung bzw. Finance Automation?

 

Bei der Finanzautomatisierung kommt Technologie zum Einsatz, mithilfe derer einst manuelle Aufgaben nun automatisch bearbeitet und abgeschlossen werden können.

Dazu gehören Aufgaben, wie:

  • Kontoabstimmungen,
  • Eintragungen in Hauptbüchern,
  • Vorbereitung von Abschlussberichten,

 

sowie komplexere Aufgaben, z. B. Budgetierungen, Forecasting und Reporting.

Die Finanzautomatisierung wird inzwischen zunehmend von KI-gestützten Softwarelösungen unterstützt, die mithilfe intelligenter Workflows eine neue Ära des autonomen Finanzbetriebs einleiten. Dabei werden die meisten täglichen Aufgaben autonom ausgeführt, jedoch unter menschlicher Aufsicht und nach Genehmigung.

Die Tools und Lösungen der Finanzautomatisierung ermöglichen es Ihren Abteilungen, dem wachsenden Druck externer und interner Einflüsse standzuhalten und mit ihm zu wachsen.

Accenture schätzt beispielsweise, dass bis zu 80 % aller Betriebsabläufe im Finanzbereich automatisiert werden könnten.

Und es bietet sich an, diesen Trend zu nutzen, denn 60 bis 75 % der Arbeitszeit der Mitarbeitenden in der Finanzabteilung wird derzeit noch für Routineaufgaben aufgewendet, die stattdessen schneller, mit weniger Fehlern und einem deutlich geringeren Risiko für Burnout durchgeführt werden könnten.

Und trotzdem: 49 % aller Unternehmen schöpfen die Vorteile automatisierter Finanzprozesse noch immer nicht voll aus und lassen dadurch das Erfolgspotenzial von Innovation und Chancen an sich vorüberziehen.

 

Warum zögern viele Unternehmen bei der Einführung von Finance Automation Tools noch?

 

Finanzverantwortliche und deren Teams legen in der Regel ein etwas vorsichtigeres Vorgehen an den Tag als andere Abteilungen. Daher gestaltet sich die Einführung von Prozessautomatisierungen noch zögerlich in diesen Bereichen im Vergleich zu anderen operativen Geschäftsbereichen.

Nichtsdestotrotz haben verschiedene Teams innerhalb der Finanzabteilung in den vergangenen Jahren damit begonnen, Automatisierung und damit verbundene Automatisierungstools mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und unterschiedlichem Erfolg zu implementieren. Nicht zuletzt, weil großflächige Veränderungen diesen Wandel begünstigt und gepusht haben: die Umstellung auf Remote- und Hybrid-Arbeit, der Aufstieg cloudbasierter ERP-Plattformen und die schnell voranschreitende Entwicklung von KI-gestützter Automatisierungssoftware.

Vor allem die Teams in der Kreditorenbuchhaltung (auch Accounts Payable; AP) gehören zu den aktivsten Anwendern von Automatisierungstechnologien, da ihr Bereich von manuellen Abläufen besonders geprägt ist. In Debitorenteams haben sich vor allem Automatisierungstools in der Zahlungseingangsverarbeitung (auch Cash Application) bewährt. Im Kredit-, Risiko- und Forderungsmanagement hingegen verläuft der Wandel noch etwas langsamer, obwohl KI-gestützte Automatisierungslösungen auch für diese Bereiche bereits zur Verfügung stehen.

 

Die 5 größten Vorteile von Lösungen für die Finanzautomatisierung

 

Hier sind fünf unserer bewährtesten Methoden, mit denen Tools zur Finanzautomatisierung einen positiven Einfluss auf Ihr Unternehmen und dessen strategische Anpassungsfähigkeit nehmen können.

 

  1. Zeitersparnisse und verbesserte Benutzererfahrung für Kunden und Mitarbeitende

Finanzlandschaften ohne Automatisierung – ob im Procure‑to‑Pay‑ (P2P) oder im Order‑to‑Cash‑Bereich (O2C) – sind häufig geprägt von Problemen, die durch isolierte Systeme, manuelle Prozesse und fragmentierte Daten entstehen.

Software zur Finanzautomatisierung überwindet diese Hürden, indem sie eine einheitliche Systemumgebung für jeden Schritt des Finance-Workflows etabliert. Ihre Teams werden dabei erheblich entlastet, indem der Datenabruf und Reporting-Funktionen zentral navigierbar und zähe Routineaufgaben nahezu vollständig beseitigt werden.

Durch den Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) können Sie zudem das Benutzererlebnis Ihrer Teams, Kunden und Lieferanten verbessern. Sowohl der Versand als auch der Empfang von Zahlungen werden vereinfacht, Beziehungen gestärkt und die Mitarbeiterbindung durch Arbeitsentlastungen gefördert.

Jeder CFO kann von den daraus resultierenden Vorteilen profitieren, allen voran von schnelleren und präziseren Abschlusszyklen. Viele Kunden von Serrala verwandeln ihren bislang zähen, wochenlangen Monatsabschluss in einen effizienten Prozess, der bereits in der Woche nach Monatsende abgeschlossen werden kann.

 

  1. Weniger Fehler, weniger manuelle Bearbeitung

Die für den Finanzbereich typischen, repetitiven Aufgaben führen beinahe immer zu Fehlern, denn selbst die sorgfältigsten Mitarbeitenden sind am Ende des Tages auch nur Menschen. Durch Duplikate oder fehlerhafte Dateneinträge, die durch das Arbeiten in mehreren, fragmentierten Systemen entstehen, wird das Fehlerpotenzial sogar noch weiter erhöht.

KI-gestützte Automatisierungen und maschinelles Lernen bieten hierbei einen enormen Vorteil, da sie alle notwendigen Bearbeitungsschritte „erlernen“ und unendlich wiederholen können, ohne dabei zu ermüden oder Flüchtigkeitsfehler zu begehen. Dadurch werden Ihre Basisprozesse verlässlicher und Ihre Teams können sich strategischeren Aufgaben widmen. Langfristig lassen sich CFO und Finanzabteilungen zunehmend strategisch ausrichten und somit zu einem wichtigen Ansprechpartner im Unternehmen werden.

 

  1. Erhöhte Datentransparenz und -qualität

Die meisten Finanzabteilungen müssen eine Vielzahl an Daten verwalten, auf die sie oft keinen direkten Zugriff haben. Viele Prozesse beruhen zudem auf mehreren Tabellen, die von verschiedenen Teams gepflegt werden, sowie auf manuell verwalteten Datenbanken und parallel eingesetzten Softwareerweiterungen. Dadurch werden Daten nicht nur schwerer zugänglich, sondern auch unzuverlässiger und sind bei Abruf möglicherweise veraltet. Dies verlangsamt schließlich Reporting-Prozesse und verringert deren Genauigkeit.

Automatisierungslösungen schaffen hingegen eine zentrale Datenquelle, d.h. eine Single Source of Truth, für Ihre Finanzabteilung. Dadurch können sämtliche Informationen sofort eingesehen und aufgeschlüsselt werden, wodurch Reporting-Zyklen erheblich beschleunigt werden. Außerdem lassen sich auf Knopfdruck strategische Prognosen erstellen, Monatsabschlussberichte generieren und gesetzliche Meldepflichten innerhalb von Minuten oder Stunden statt Tagen oder Wochen erfüllen.

 

  1. Vereinfachte gesetzliche Compliance

Compliance-Richtlinien werden infolge von Regierungserlassen weltweit zunehmend strenger und komplexer, um Steuerlücken zu schließen und Audits zu verbessern. Ohne den Einsatz einer Automatisierungslösung kann der damit verbundene manuelle Aufwand für Compliance nahezu untragbar werden. Laut LexisNexis verursacht dies weltweit bereits Kosten von über 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Automatisierungslösungen für den Finanzbereich vereinheitlichen nicht nur Prozesse, sondern sorgen auch dafür, dass diese stets präzise und rechtskonform ablaufen. Da die meisten Automatisierungsprodukte mittlerweile in der Cloud bereitgestellt werden, können regulatorische Updates dauerhaft automatisch erfolgen, ohne dass intern im Unternehmen jährlich Hunderte von Arbeitsstunden dafür aufgewendet werden müssen.

 

  1. Entscheidungen können schneller und strategischer getroffen werden

Durch den Zugang zu Echtzeitdaten in einer zentralisierten Systemarchitektur können Ihre Teams Aufgaben strategischer angehen und haben mehr Vertrauen in die bereitgestellten Datensätze. Auch Analysefähigkeiten werden geschärft, sodass Führungskräfte stets ein aktuelles Bild der Finanzlage ihres Unternehmens erhalten und strategische Entscheidungen schneller und mit größerer Sicherheit treffen können. Dadurch wird die Finanzabteilung zu einer geschätzten und vertrauenswürdigen Instanz für den Vorstand und das Unternehmen.

 

Welche Schritte des Finanzbetriebs können automatisiert werden?

 

Einfach zusammengefasst: Jede Finanzaufgabe, die kein menschliches Eingreifen erfordert, um Ausnahmen oder einmalige Situationen zu bewältigen, ist für die Automatisierung geeignet. Im Folgenden nennen wir einige Beispiele, bei denen wir Prozesse mit einer Erfolgsquote von mindestens 90 % automatisiert haben und die unseren Kunden hervorragende Ergebnisse geliefert haben:

Order-to-Cash-ProzesseAutomatisierung kann die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen Zahlungen anfordert, genehmigt und ausführt, grundlegend verändern. Für Serrala-Kunden bedeutet dies, dass sie weniger manuelle und zeitaufwendige Prozesse ausführen müssen. Dabei wird der gesamte Debitorenzyklus vom Kreditmanagement bis hin zur Zahlungseingangsverarbeitung (auch „Cash Application“) einer Rechnung mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert.

Durch den Einsatz von EIPP (Electronic Invoice Presentment and Payment) können Unternehmen papierbasierte Verfahren abschaffen und die Geschwindigkeit wie auch die Effizienz ihres Forderungszyklus deutlich erhöhen. Dazu gehören die Validierung von Zahlungsavisen, die Erstellung eines präzisen Zahlungsplanes und die schnelle Identifizierung von Streitpunkten zur Schlichtung von Klärungsfällen.

Procure-to-Pay-Prozesse:Die meisten Unternehmen sind in der Lage, ihre Rechnungsverarbeitung für einen Großteil der ausgehenden Zahlungsanfragen durchgängig mithilfe KI-gestützter Lösungen zu automatisieren. Dazu zählen z.B. automatisierte Genehmigungen und die Weiterleitung auffälliger Rechnungen zur Ausnahmebehandlung, falls diese individuelle Prüfung erfordern oder unter Betrugsverdacht stehen. Das Ergebnis ist eine verbesserte Fähigkeit, Zahlungsbedingungen gezielt und strategisch einzusetzen, um Abschläge geltend zu machen, Zahlungsrückstände zu verringern und die Beziehungen zu Lieferanten zu festigen.

Treasury-Prozesse und Cashflow-Transparenz: Durch den Einsatz von Automatisierungslösungen können Sie sämtliche Bankgeschäfte bündeln und alle Konten auf einer zentralen Plattform verwalten. Folglich lassen sich Gebühren optimieren, Richtlinien und Anweisungen leichter einsehen und gesetzliche Reporting- und Compliance-Pflichten deutlich einfacher erfüllen. Eine Cashflow-Transparenz ist insbesondere für Treasurer und Cash Manager wichtig, da sie die entscheidende Grundlage für strategische Entscheidungen zu Finanzierung, Devisenabsicherung (FX-Hedging) und Investitionen bildet. Darüber hinaus ermöglicht eine hohe Transparenz präzisere Cashflow-Prognosen, wodurch das Kapital- und Risikomanagement optimiert wird und die tägliche Zahlungsfähigkeit Ihrer Organisation sichergestellt werden kann.

 

KI-gestützte Lösungen zur Finanzautomatisierung (bzw. Finance Automation)

 

Ein ausgereifter Ansatz zur Implementierung künstlicher Intelligenz umfasst die Integration verschiedener Funktionalitäten und Tools in jene Prozesse, die den größten Mehrwert bei der Bewältigung komplexer Finanzanforderungen bieten. Das bedeutet, dass einzelne Ausfallursachen (Single Points of Failure) nicht mehr vorkommen und sichergestellt wird, dass komplexere und teurere Technologien nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie zur Verbesserung der Arbeitsleistung unbedingt erforderlich sind.

Im Bereich der Finanzautomatisierung gibt es fünf große KI-Typen, die die Eckpfeiler automatisierter Workflows bilden. Der Höhepunkt der „Finance Automation“ liegt in der Etablierung sog. autonomer Finanzprozesse, bei denen die meisten laufenden Aufgaben eines Finanzteams vollständig von automatisierten Systemen übernommen werden. Dieses Ziel lässt sich nur dann erreichen, wenn verschiedene Funktionen im gesamten Working Capital-Zyklus zusammenwirken, um Engpässe zu beseitigen, die durch manuelle Prozesse sowie niedrige Datentransparenz und -qualität entstehen.

Zu den fünf wichtigsten KI-Typen gehören:

Robotic Process Automation (RPA): RPA ist derzeit der am weitesten verbreitete KI-Subtyp in Unternehmen. Bei dieser Form der Automatisierung werden Regelsätze erstellt, auf deren Grundlage Aufgaben und Daten gemäß ihrer Eigenschaften weitergeleitet werden. Dieses Verfahren ist vielen beispielsweise durch die Weiterleitung von Anrufen in Callcentern bekannt.

Im O2C-Bereich besteht die wichtigste Funktion von RPA darin, Workflows zu automatisieren. Dazu gehören beispielsweise das Erstellen und Versenden von Rechnungen und Mahnungen, das Weiterleiten von Kundenanfragen sowie das Markieren und Eskalieren von Aufgaben zur Ausnahmebehandlung und anschließenden Überprüfung durch Mitarbeitende. Im P2P-Prozess kann die Robotic Process Automation außerdem Rechnungsdaten erfassen, Abstimmungsvorgänge ausführen (vor allem für Rechnungen ohne Bestellauftrag) und Compliance sicherstellen.

Maschinelles Lernen (ML): Im Kern stellt maschinelles Lernen eine algorithmische Methode zur Datenverarbeitung dar, die sich selbst aktualisiert, sobald neue Daten vorliegen. Anhand der ML-Prinzipien erkennt Ihr System Fehler oder Ausfälle im Prozess und kann diese mitunter noch vor deren Ausführung identifizieren. Somit können frühzeitig Präventionsmaßnahmen in den Bereichen der Zahlungseingangsverarbeitung, des Kredit- und Risikomanagements sowie im Forderungsmanagement ergriffen werden.

Im Kreditoren- und Zahlungsmanagement kann maschinelles Lernen den 3-Wege-Abgleich unterstützen, Daten aus verschiedenen Rechnungsformaten erfassen und Teams dabei helfen, potenziell betrügerische oder fehlerhaft verarbeitete Genehmigungsanfragen zu erkennen, bevor sie dem Unternehmen Schaden zufügen.

Prädiktive Analytik: Hierbei wird maschinelles Lernen eingesetzt, um zukünftige Ereignisse auf Grundlage aktueller und historischer Daten abzuleiten. Unsere Kunden verwenden prädiktive Analytik in den Order-to-Cash-Prozessen, um voraussichtliche Zahlungstermine und mögliche Zahlungsausfälle vorherzusagen und verschiedene Workflows – von der Cash Application bis zum Mahnwesen – proaktiv zu verwalten. In Kreditoren- und Zahlungsprozessen wird es vor allem für Reporting und Dashboarding eingesetzt. Zudem erweist es sich als nützlich beim Abgleich von Rechnungen mit Bestellungen und anderen Genehmigungsdokumenten sowie für Aufgaben im Compliance-Bereich und der Zahlungsautomatisierung.

Präskriptive Analytik: Wenn Sie bereits Vorhersagen treffen können, besteht der nächste logische Schritt darin, darauf basierende Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Im O2C-Bereich setzen viele Kunden präskriptive Analysen erfolgreich ein, um flexiblere Workflows für ihre Teams zu etablieren. Dadurch können sie differenzierte Ausnahmen und Änderungen an Unternehmensrichtlinien vornehmen, die die Beziehungen zu Kunden und Banken verbessern und das Working Capital und den Cashflow optimieren. Derzeit sind P2P-Anwendungen für präskriptive Analysen noch eher begrenzt, jedoch tragen sie bereits dazu bei, Reporting- und Analyseprozesse zu optimieren, indem sie proaktiv Maßnahmen zur kontinuierlichen Leistungsverbesserung vorschlagen.

Generative KI: Der aktuelle Star unter den KI-Anwendungen. Generative KI (oder GenAI) nutzt komplexe statistische Modelle, um die Schritte der Datenverarbeitung anhand natürlicher Spracheingaben auszuführen. Im Vergleich zu anderen KI-Technologien wird generative KI häufig als eine Art „Allzweck-Anwendung“ vermarktet, die jede gewünschte Aufgabe ausführen kann. Dies führt jedoch oft zu Enttäuschungen, da ohne spezifische Trainingsdaten für individuelle Datensätze nur unzureichende Ergebnisse erzielt werden.

Doch trotz dieser Einschränkungen bietet GenAI das größte Skalierungs- und Expansionspotenzial. Durch die Anbindung an Datensätze können O2C-Teams generative KI nutzen, um Daten sofort abzurufen und abzugleichen. So können komplexe, benutzerdefinierte Berichte innerhalb weniger Minuten erstellt und wichtige Informationen ermittelt werden, wofür hochqualifizierte Wirtschaftsprüfer sonst Wochen benötigen würden.

Im P2P-Bereich kann dies mit Lösungen für Textanalysen und Computer Vision kombiniert werden, um die Erfassung von Rechnungsdetails in einen vollständig automatisierten Prozess zu verwandeln.

Man spricht bei diesem Setup zunehmend vonagentischer KI“, also dem gezielten Einsatz generativer KI, die Analyseaufgaben eigenständig durchführt und den Anwendern handlungsrelevante Erkenntnisse bereitstellt.

 

Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Plattformanbieters zur Finanzautomatisierung achten?

 

Die Auswahl der richtigen Plattform für die Finanzautomatisierung ist kein ganz so einfaches Unterfangen und erfordert die sorgfältige Abwägung potenzieller Anbieter anhand verschiedener Kriterien:

 

  1. Prozessabdeckung: Viele Automatisierungsanbieter sind gezielt auf ausgewählte Workflows ausgerichtet, d.h. Spezialisten für die Debitorenbuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung, Spesenabrechnung, Monatsabschlüsse u.v.m. Je nach Größe und Struktur Ihres Unternehmens mag dies Ihren aktuellen Anforderungen entsprechen, dennoch sollten Sie auch künftige Bedürfnisse berücksichtigen.
  2. Skalierbarkeit: Skalierbarkeit bleibt der wichtigste Bedarf wie auch das größte Hindernis für Finanzteams, die Geschäftsergebnisse stärken und eine starke Grundlage für Wachstum und Investitionen schaffen möchten. Ihre Finanzautomatisierungsplattform sollte daher skalierbar sein, um Ihren dynamischen Anforderungen gerecht zu werden, z.B. wenn Ihr Unternehmen wächst, Datenvolumen zunehmen oder Ihre Prozesse komplexer und vernetzter werden.
  3. Integrationsfähigkeit: Ihre Lösungen zur Finanzautomatisierung sind nur so zuverlässig wie die zugrunde liegenden Daten. Ohne eine nahtlose Integration in Ihre ERP-Plattform oder weitere Finanzsysteme bieten sie Ihnen nur einen geringen Nutzen. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die im Rahmen ihrer allgemeinen Transformationsstrategien ihre Altsysteme abschalten. Daher sollten Sie Systeme und Datenstrukturen auswählen, die miteinander kompatibel sind.
  4. Implementierungsexpertise: Finanzprozesse im Alleingang zu automatisieren ist häufig nicht möglich bzw. realistisch. Ein Mangel an internem Fachwissen kann Sicherheitslücken öffnen, da Cyberkriminelle immer raffinierter darin werden, Betriebs- und Sicherheitslücken in Unternehmen zu identifizieren. Da Unternehmen etwa 5 % ihres Jahresumsatzes durch Betrug verlieren, kann ein Do-It-Yourself-Ansatz zu sehr viel höheren Risiken führen. Darüber hinaus bergen Verstöße in Ländern mit strengen Datenschutzbestimmungen das Risiko von Geldstrafen und Audits. Durch die Auslagerung Ihres Implementierungsprozesses an Ihren Lösungsanbieter oder andere Experten können Sie diese Risiken wirksam mindern und Ihre Systeme sichern.
  5. Wissen, was Ihre O2C-, P2P- und Treasury- beziehungsweise Liquiditätsmanagement-Teams tatsächlich benötigen, um ihre Leistungen zu verbessern: Bevor Sie mit der Automatisierung beginnen, sollten Sie zunächst Zeit investieren, um sich mit Ihren Finanzteams auszutauschen. Ermitteln Sie dabei, wo und wie sie ihre Aufgaben erledigen, welche Informationen sie nutzen und in welchen Systemen diese gespeichert sind. Dies ist auch entscheidend für die folgende Festlegung von KPIs zur Leistungsmessung.
  6. Festlegung von KPIs zur Leistungsmessung: KPIs für die Finanzautomatisierung sind für jedes Unternehmen individuell. Es gibt zwar einige Kennzahlen wie DSO (Days Sales Outstanding), DPO (Days Payable Outstanding) oder die Automatisierungsrate, auf die zurückgegriffen werden kann, um den Teams einen Überblick zu verschaffen. Wie jedoch der Erfolg Ihrer eigenen Teams gemessen wird, hängt von deren spezifischer, aktueller Situation sowie den vorhandenen Kapazitätslücken ab.

 

Die Serrala Finance Platform wurde entwickelt, um die KI-gestützte Finanzautomatisierung in ein skalierbares und einheitliches Konzept innerhalb Ihrer Teams zu verwandeln, unabhängig von Ihren aktuellen Herausforderungen.

 

Über 2.800 weltweit führende Marken setzen auf die KI-gestützten Automatisierungslösungen von Serrala, um maximale Automatisierungsraten in ihren Finanzprozessen zu erzielen. Dabei beseitigen wir manuelle Arbeitsschritte in den zentralen Buchhaltungsfunktionen und reduzieren den Zeitaufwand in Finanzteams und weiteren Geschäftsprozessen um mehrere Wochen. Unsere Kunden profitieren außerdem von einem optimierten Working Capital, das es ihnen ermöglicht, wichtige strategische Investitionen und Entscheidungen schneller und selbstbewusster zu treffen.

Unsere Lösungen sind in SAP integriert, Cloud-fähig und einsatzbereit in S/4HANA und RISE. Sie wurden entwickelt, um finanzielle und operative Höchstleistung zu erreichen und Finanzverantwortliche mit folgenden Fähigkeiten auszustatten:

  • Schnellere Prozesse für Order-to-Cash, Procure-to-Pay, Cash Management und Treasury.
  • Optimiertes Working Capital mit Echtzeit-Einblicken, KI-gestützten Modellen und kontinuierlichem Lernen für informierte Entscheidungen.
  • Höhere Finanzkontrolle für geschäftliche und regulatorische Anforderungen.
  • Stärkere finanzielle Prognosen, um die strategischen Ziele Ihres Unternehmens zu unterstützen.
  • Entlastung kompetenter Mitarbeitender, damit sie sich auf Aufgaben mit strategischem Mehrwert im Finanzbereich konzentrieren können.

 

Wir haben die Serrala Finance Platform entwickelt, um die perfekte Systemarchitektur für CFOs zu errichten, die den Weg ihres Unternehmens zu einer autonomen Finanzverwaltung vollenden möchten.

Ein einheitlicher Hub für die Working Capital Intelligence Ihres Unternehmens bildet die Grundlage, um Debitoren-, Kreditoren-, Zahlungs- und Treasury-Workflows in einem flexiblen System zusammenzuführen. Dieses passt sich an Ihre Roadmap für die digitale Transformation an und ermöglicht gleichzeitig die Integration von KI in jeden einzelnen Prozess. Die Serrala Finance Platform basiert auf unseren Erfahrungen aus aktuellen Projekten der digitalen Transformation im Finanzbereich sowie aus Bereichen, in denen unsere Kunden bereits konkrete Anwendungsfälle für KI nutzen, um den Übergang zu vollständig autonomen Abläufen zu ermöglichen.

Vor allem wurde die Plattform so konzipiert, dass Unternehmen die für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in autonomen Prozessen erforderliche Datenklarheit und -qualität leichter erreichen können. Die Speicherung erfolgt über Ihr ERP-System, wodurch wir jedem Bereich der Finanzabteilung den Zugriff auf die Daten ermöglichen, um Arbeitsabläufe zu automatisieren, Entscheidungen zu beschleunigen und einen messbaren ROI (Return on Investment) zu erzielen.

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